Erstkommunion in Klein-Engersdorf
Fast dreihundert Gäste feierten mit den Kindern der Pfarre Klein-Engersdorf am Dreifaltigkeitssonntag das Fest ihrer Erstkommunion. Die Mädchen und Buben der 2. Klassen der Volksschule Hagenbrunn - Flandorfer und Hagenbrunner - trafen sich um 9:15 bei Wegkreuz unter den drei Linden. Gerald Kurz hatte es vor einigen Jahren restauriert. Er wurde vor einem Monat auf dem Pfarrfriedhof begraben. Fotograf Andreas Schleifer fing die ersten Eindrücke einer glücklichen Kindergruppe ein - mit den 11 Ministranten, den Klassenlehrerinnen und Frau Michaela Blahous, der Religionslehrerin. Danach zogen die Kinder mit der Blasmusik Hagenbrunn zur Kirche. Die Musik begleitete sie nach der Hl. Messe zum Pfarrhof und spielte während der Agape auf, die von den Eltern der ersten Klassen organisiert worden war. Die Kinderchorgruppe “St. Veit Sing mit!" sang mit Begeisterung in der Hl. Messe, wobei sich die Erstkommunionkinder mit Freude an den Liedern beteiligten.
Gedanken aus der Predigt
Liebe Kinder!
Alle freuen sich mit Euch auf diesen Tag. Es ist Eure Erstkommunion. Ihr hattet einen schönen Unterricht im Pfarrhof, bei dem Euch Katharina Walter und Katharina Kaiser begleitet haben. Die Eltern der ersten Klassen bereiten die Agape dort vor, wo ihr euch getroffen habt und jetzt eure Familien einladet.
Die Erstkommunion ist eines der sieben Sakramente: Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Weihe, Beichte, Krankensalbung.
Heute empfangt ihr zum ersten Mal die Heilige Kommunion. Dieses Sakrament heißt Eucharistie. Kommunion und Eucharistie – diese zwei Wörter sagen schon aus, was das heute bedeutet: Eucharistie heißt „Danke sagen“. Ich sehe die Gesichter Eurer Eltern und Eurer Paten. Sie freuen sich über Euch. Wir sagen Gott Danke, dass Er Euch das Leben geschenkt hat, Euch in der Frische und Begeisterung erhält. Dafür habt Ihr den Weinstock als Symbol. Unsere Lebenskraft kommt aus Gott so wie die Reben ihre Kraft aus dem Weinstock haben. Jesus selbst sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, der bringt reiche Frucht.“ (Joh 15,5) Das Sakrament heißt auch Kommunion: Ihr steht in Gemeinschaft mit dem Größten, Stärksten, Liebevollsten, Treuesten, Weisesten. Das ist Gott. Diese enge Verbindung mit Gott möge Euch Euer ganzes Leben prägen. Sie bewirkt so viel im Menschen, viel mehr, als wir uns ausdenken könnten. Der Grund dafür ist, dass Gott uns mit ganzem Herzen liebt: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ (Joh 3,16) Gott vergisst uns nicht, so wie eine Mutter ihr Kind nicht vergisst. Er führte Mose und das Volk aus Ägypten in das Gelobte Land. Er ist einfach der Herr, ist Jahwe, der da ist. Er ist barmherzig, gnädig, langmütig und treu.
Wer könnte ein besserer Begleiter für Euch sein als Gott selbst? Wer könnte ein besseres Vorbild für uns sein, als Jesus Christus?
Eure erste Heilige Kommunion empfangt ihr an einem besonderen Festtag, dem Dreifaltigkeitsfest. Wie haben wir heute die Hl. Messe begonnen? Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. In diesem kurzen Satz steckt das Geheimnis Gottes. Wir vertrauen auf Gott, Er ist ein Gott in drei Personen, in Ihm ist die Liebe verwirklicht, die die Welt heute so braucht: „Seid eines Sinnes, haltet Frieden!“ (2 Kor 13,11) Liebe Eltern, liebe Paten! Sie sind das beste Beispiel für Ihre Kinder – im Glauben und in der Liebe. Das Leben in der Kirche hilft uns, dieses Geheimnis Gottes in unserem Leben umzusetzen: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
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