"Resonanzkörper des Guten"


Die Freiwillige Feuerwehr Königsbrunn lud am 12. Juli 2026 zur Hl. Messe und zum Frühschoppen in das Dorfhaus ein. Kameraden mehrerer Feuerwehren aus den Nachbarortschaften feierten mit den Königsbrunnern und Enzersfeldern und genossen die guten Speisen und die kühlen Getränke. Die Hl. Messe wurde musikalisch von der Musikschule Kreuzenstein begleitet, beim Frühschoppen spielte die Feuerwehrmusik Enzersfeld unter der Leitung von Kapellmeister Werner Weiskirchner. Kommandant OBI (Oberbrandinspektor) Reinhard Engelbrecht und sein Stellvertreter Karl Manschein begrüßten die Gäste. Im Festzelt wurden Feuerwehrkameraden vom Bezirksfeuerwehrkommandanten ausgezeichnet.

Fotos: Gerhard Unterleithner

Gedanken aus der Predigt

Worte können viel Gutes bewirken, aber auch zerstören. Sie können aufbauen und sie können niederreißen. „Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, auferbaut und denen, die es hören, Nutzen bringt!“ (Eph 4,29)

Eigentlich sind Worte nur Schallwellen, bewegte Luft. Aber sie sind in Emotionen eingebettet, die eine Resonanz hervorrufen. So wie ein Instrument, so wie ein Sänger einen Resonanzkörper braucht, so braucht ein Wort den Resonanzkörper. 

Jesus vergleicht diese Tatsache mit dem fruchtbaren oder steinigen Boden, auf den ein Säman sät. Der Samen ist das Wort. Die Vögel fressen den Samen, d.h. das Wort kommt gar nicht in den Boden. Das ist der Fall, wenn Unruhe oder Unaufmerksamkeit ein Wort gar nicht eindringen lassen. Der Lärm ist so groß, dass das Wort nicht ankommt. Der felsige Boden mit der dünnen Schicht Erde ist wie ein Strohfeuer: erst eine große Begeisterung, dann die Abkühlung und das Vergessen. Die Dornen, die den Samen nicht aufkommen lassen, sind die Sorgen, die Angst, die Niedergeschlagenheit. Das Gute kann gar nicht wachsen, weil der Mut fehlt, weil die Sonne und der Regen nicht durchdringen können. 

Jesus beschreibt treffend, wie wir gebaut sind. Er ist ja unser Schöpfer, unser Erbauer. Jesus Christus hat uns geschaffen und Er ist Mensch geworden, dass wir uns selbst besser kennen lernen und Ihn wahrnehmen können. 

Die Feuerwehr ist als Gemeinschaft von Freiwilligen ein Resonanzkörper des Guten. Jeder einzelne Kamerad wird motiviert, wenn er ein gutes Wort hört, ein Danke, ein Lob. Die Kameraden freuen sich, wenn sie unterstützt werden, weil ihr Dienst Kraft, Ausdauer und Treue braucht. Der heutige Frühschoppen ist eine angenehme Form der Unterstützung. Aber auch die Spenden, die Ermutigung während des Jahres zählen dazu. Überhaupt gibt es keine Feuerwehren ohne die Familien, die mithelfen, unterstützen und Geduld zeigen, wenn der Mann oder die Frau für andere in den Einsatz geht. 

Gestern war das Fest des heiligen Benedikt. Er ist einer der bekanntesten Mönche Europas. Als er sein Kloster in Montecassino  vor 1500 Jahren gründete, schrieb er ein Regel für die Mönche. Darin nimmt er das auf, was Christus gelehrt hat. Das Wort Gottes hören hilft uns Menschen, echte Menschen zu werden. Menschlichkeit ist nicht ein schwammiger, unbestimmter Begriff. Mensch sein bedeutet, das Bild Gottes, das in uns ist, zu Tage zu bringen. Gott hat in uns die Kraft zum Guten hineingelegt. Er spricht zu jedem durch sein Gewissen. Wie schön ist es, Gott an der Seite zu wissen. Wenn die Feuerwehrkameraden in den Dienst gerufen werden, wenn sie sich für andere einsetzen, keine Mühe scheuen, setzen sie das Gute um, das Gott in uns gelegt hat.